Klimamanagement: Gemeinde Berglen

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Förderprogramm: Implementierung und dauerhafter Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) für die Gemeinde Berglen

Projekttitel | KSI: Implementierung und dauerhafter Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) für die Gemeinde Berglen 
Föderkennzeichen | 67K22178
Projektlaufzeit | April 2025 bis März 2028
Förderziel | Das Förderziel der Maßnahme KSI (Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld) zur Implementierung und zum dauerhaften Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) ist die systematische, kontinuierliche Erfassung und Steuerung von Energie- und Ressourcenverbräuchen. Ziel ist es, den Energieverbrauch sowie die damit verbundenen Kosten und Treibhausgasemissionen dauerhaft zu senken.

Hintergrund | Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen würde ich so lassen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und zielt auf folgende Kernbereiche ab:

  • Transparenz und Controlling: Aufbau eines strukturierten Energieverbrauchs-Monitorings sowie eines kontinuierlichen Energieberichtswesens für kommunale Liegenschaften.
  • Organisatorische Verankerung: Schaffung verbindlicher Strukturen, Verantwortlichkeiten, Arbeitsbereiche und interner Kommunikationswege für den dauerhaften Betrieb.
  • Investition und Messtechnik: Finanzierung von mobiler und fest installierter Messtechnik (z. B. Zähler, Sensoren für Strom, Wärme, Gas).
  • Personelle Ressourcen: Teilweise Förderung von neu geschaffenen Personalstellen, etwa für kommunale Energiemanager, sowie die Anschaffung von Energiemanagement-Software.
  • Zertifizierung: Erreichung von Qualitätsstandards, häufig die Erstzertifizierung nach Kom.EMS (Kommunales Energiemanagement-System).

Förderprogramm: Klimaschutz mit System

Im Rahmen des öffentlichen Förderprogramms „Klimaschutz mit System“ führte die Gemeinde Berglen mit sechs weiteren Landkreisgemeinden ein kommunales Energiemanagement in über 60 öffentlichen Gebäuden durch. Die Energieagentur Rems-Murr-Kreis gGmbH unterstützte die Gemeinden systematisch bei ihrem Beitrag zum Klimaschutz.

Folgende Gemeinden waren Teil des Projektes:

  • Allmersbach
  • Althütte
  • Auenwald
  • Berglen
  • Großerlach
  • Korb
  • Schwaikheim

Die Projektphasen gliederten sich wie folgt:

1. Heizungspumpentausch
In der ersten Projektphase wurde ein Heizungspumpentausch wo notwendig mit Einsatz von Hocheffizienzpumpen durchgeführt. Gleichzeitig wurde der Betrieb der Anlagentechnik der Liegenschaften optimiert.

2. Einführung eines kommunalen Klimaschutzmanagements
Schritt zwei beinhaltete die Einführung eines kommunalen Energiemanagements. Die Gemeinde Berglen wurde so in die Lage versetzt, ein kontinuierliches Messwesen zu etablieren und durch die Umsetzung nicht- und gering-investiver Maßnahmen Energieverbrauchs- und Kostenreduktionen zu bewirken.

3. Erstellen einer Energieleitlinie
In der Energieleitlinie wurden dann verbindliche Vorgaben und Standards definiert, die bei der Errichtung oder Sanierung von kommunalen Gebäuden sowie für einen energieeffizienten Anlagenbetrieb künftig zu befolgen sind.

Projektziele:

Mit dem Projekt wurden konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt und CO2-Emissionen reduziert. Gleichzeitig wurden die Gebäudenutzer für die Thematik Energieeffizienz und Klimaschutz sensibilisiert.

Projektlaufzeit:

2019-2022

Gefördert durch:

Das Vorhaben wurde durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Vorstellung KmS Berglen im Gemeinderat am 15. Dezember 2020 PDF-Dokument1,77 MB28.11.2023
Energiebericht Berglen 2020 PDF-Dokument7,20 MB28.11.2023
Energiebericht Berglen 2021 PDF-Dokument4,66 MB28.11.2023
Energieleitlinie Gemeinde Berglen PDF-Dokument754,74 KB28.11.2023
Pressemitteilung vom 5. März 2020 Startschuss Pumpentausch Berglen PDF-Dokument129,72 KB28.11.2023
Pressemitteilung vom 7. September 2020 Pumpentausch Berglen PDF-Dokument415,13 KB28.11.2023

Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) in der Gemeinde Berglen

In seiner Sitzung vom 19. Mai 2026 hat der Gemeinderat den Ergebnisbericht zur Kommunalen Wärmeplanung (KWP) im verkürzten Verfahren beschlossen.

Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist es, die nachhaltigste und kosteneffizienteste Wärmeversorgung auf lokaler Ebene zu ermitteln und zu gestalten. Indem sie eine strategische Ausrichtung und Planung der Wärmeversorgung ermöglicht, unterstützt sie Kommunen dabei, langfristige Energie- und Klimaziele zu erreichen und die Energiewende vor Ort umzusetzen.

Bereits am 10. Februar 2026 wurde im Rahmen der Erstellung des Wärmeplans eine Öffentlichkeitsveranstaltung durchgeführt, in der die Entwürfe zum Bestand, zu den Potenzialen sowie zu den Zielen der zukünftigen Wärmeversorgung in der Gemeinde Berglen vorgestellt wurden. Darüber hinaus hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Im weiteren Verlauf wurden Träger öffentlicher Belange ermittelt und um Stellungnahme gebeten.

Die Ergebnisse und Rückmeldungen wurden anschließend im Ergebnisbericht erfasst und durch den Gemeinderat der Gemeinde Berglen beschlossen. 

Der Kommunale Wärmeplan befindet sich derzeit in Prüfung durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).

Ebenso wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der die vorrangig notwendigen Handlungen der Gemeinde Berglen erfasst:

  1. Kostenlose Erstberatungen für Bürger zu Gebäudesanierungen
  2. Modernisierungsfahrpläne für gemeindeeigene Liegenschaften
  3. Erschließung lokaler Potenziale für erneuerbare Energien (z. B. PV-Anlagen)
  4. Stromnetzcheck (in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Stromnetzbetreiber)
  5. Integration der Kommunalen Wärmeplanung in die Onlinepräsenz der Gemeinde

Die KWP wurde mit der Unterstützung der Syna GmbH, sowie dem fachlichen Dienstleister digikoo (Dortmund) durchgeführt.

Der Kommunale Wärmeplan der Gemeinde Berglen ist hierPDF-Dokument5,01 MB16.06.2026 abrufbar.

Hintergrund:

Durch das 2024 vom Bund erlassene Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind alle Gemeinden bis 10.000 Einwohner dazu verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Die darin enthaltenen Ergebnisse und Handlungsvorschläge dienen dem Gemeinderat und der Verwaltung als Grundlage für die weitere Kommunal- und Energieplanung.