Liebe Berglenerinnen und Berglener,
ein ereignisreiches Jahr 2025 liegt hinter uns. In der Welt, im Land und hier in Berglen hat sich vieles verändert. Vieles zum Positiven, so manchem sehen wir aber auch wehmütig hinterher. Wir alle spüren: Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, in einer Zeit des schnellen und stetigen Wandels. Vieles verändert sich rasant, manches Liebgewonnene wandelt sich, Gewohntes läuft plötzlich anders.
Dass dieser Prozess Verunsicherung oder Sorgen auslöst, ist nur menschlich und nachvollziehbar. Doch gerade in solchen Phasen zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt und aktiver Gestaltungswille sind.
Anatole France schrieb: „Wenn wir uns nicht verändern, wachsen wir nicht. Wenn wir nicht wachsen, leben wir nicht wirklich.“ Veränderung gehört also zum Leben – und sie gibt uns die Chance, unsere Zukunft aktiv zu gestalten.
Die politische Ebene – von der Weltpolitik bis hinein in unseren Berglener Gemeinderat – setzt die Rahmenbedingungen. Doch Demokratie lebt von uns allen: vom Mitreden, vom Mitentscheiden und vom aktiven Mitgestalten. Nur so bleibt sie stark und nur so wächst und gedeiht unser demokratisches Gemeinwesen, welches die Grundlage einer pluralistischen Gesellschaft und einer gesunden Gemeinschaft ist.
Innerhalb dieser Rahmenbedingungen haben wir in Berglen klare Entscheidungen getroffen. Zwei neue Kinderbetreuungseinrichtungen – der Naturkindergarten in Hößlinswart und der Kindergarten „Rasselbande“ in Oppelsbohm – wurden effizient und verantwortungsbewusst realisiert. Der dringend benötigte Neubau unseres Bauhofs ist in vollem Gange und wir alle können uns darauf freuen, dass der Bauhof im Herbst 2026 am Rande des Gewerbegebiets im Erlenhof seine Arbeit aufnehmen wird.
Währenddessen entsteht ein neuer Lebensmittelvollsortimenter samt Frischetheke und Bäckerei in Oppelsbohm, die Postfiliale kommt im nächsten Frühjahr zurück und neben Ärzten, einer Apotheke, einer Bankfiliale sowie einem Bankautomaten und weiteren Dienstleistern im Gesundheitsbereich bietet unsere kleine, ländliche Gemeinde doch eine ansehnliche Infrastruktur. Und wer weiter weg muss und nicht mobil ist, kann unser kostenfreies BürgerMobil nutzen.
Und auch neuer Wohnraum entsteht: Das Neubaugebiet „Pfeiferfeld“ in Steinach ist fertig erschlossen und bietet unterschiedliche Grundstücksgrößen beispielweise für Familien, die ihren Lebensmittelpunkt nach Berglen verlegen wollen. Parallel prüfen wir, wie u. a. am Standort des bisherigen Bauhofs barrierefreier Wohnraum für ältere Menschen entstehen kann.
Derweil werden uns weitere große Aufgaben in der kommenden Zeit begleiten: die Sanierung unserer Kläranlage sowie der Schutz vor Hochwasser und Starkregen und der Bau eines neuen Feuerwehrhauses sind die zentralen Herausforderungen der nächsten Monate und Jahre.
Ein persönliches Herzensprojekt war die Gründung unseres Seniorenrats. Die Generation 60plus hat Berglen über Jahrzehnte gestaltet und geprägt – und sie soll ihre Erfahrung und Perspektiven weiterhin aktiv einbringen können. Gemeinsam mit dem Jugendgemeinderat entsteht so ein noch stärkeres Miteinander, das unsere Gemeinde lebendig hält.
Wir sind eine offene, engagierte und zukunftsorientierte Gemeinschaft. Dafür bin ich sehr dankbar. Dafür müssen wir alle aber auch etwas tun, damit das so bleibt.
Lassen Sie uns auch weiterhin gemeinsam für unsere schöne Gemeinde anpacken – jeder an seiner Stelle. Und vergessen Sie nicht, sich zwischendurch immer wieder die Zeit zu nehmen, innezuhalten und sich Zeit für ihre Liebsten zu nehmen – gerade jetzt, in der Weihnachtszeit.
„Das Wertvollste, das wir anderen schenken können, ist unsere Zeit – denn Zeit mit den Liebsten ist der wahre Sinn von Weihnachten.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Fest, besinnliche Tage mit Ihren Familien und einen guten, hoffnungsvollen Start in das neue Jahr 2026. Ich freue mich auf viele Begegnungen mit Ihnen.
Bleiben Sie gesund und glücklich!
Ihr Bürgermeister
Holger Niederberger



