Museum: Gemeinde Berglen

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Die familienfreundliche Gemeinde
vor den Toren Stuttgarts

Heimatmuseum

Die Geschichte des Museums beginnt eigentlich mit den Rettersburger Heimattagen von 1971. Dabei stellte Oberlehrer Johannes Forberger in der Schule museale Gegenstände und alte Bilder zur Geschichte seines Heimatortes aus, die er zu diesem Zweck von seinen Mitbürgern entliehen hatte. Die meisten davon durften als Fundus für ein später geplantes Ortsmuseum bei der Schule Rettersburg verbleiben. Mit dem Gemeindezusammenschluss 1972 gingen sie an die Gemeinde Berglen über. Weitere Objekte kamen hinzu und warteten darauf, in einem Museum der Öffentlichkeit präsentiert zu werden.

Schließlich bot sich der Gemeinde Berglen die Gelegenheit, ein an der Beethovenstraße inmitten von Oppelsbohm gelegenes landwirtschaftliches Anwesen zu erwerben. Ein dafür winkender finanzieller Zuschuss des Landes erleichterte dem Gemeinderat die Entscheidung, das Gebäude für ein Ortsmuseum umbauen zu lassen. Bestimmte Vorstellungen über dessen Ausgestaltung fehlten indessen noch, jedoch bemühte sich die mit der Bauplanung beauftragte Architektengemeinschaft Leissle und Fuchs, die ursprüngliche Form des für die Berglen typischen gestelzten Einhauses mit Wohn-, Stall- und Scheunenteil unter einem Dach möglichst zu erhalten.

Während eine Gruppe engagierter Mitbürger, vorweg Heinz Lachenmaier, weiterhin fleißig Schaustücke sammelte und restaurierte, stellte sich immer dringender die Frage nach der endgültigen Gestaltung des Museums. Mit einer bloßen Zurschaustellung von wahllos angehäuftem Urväterhausrat in der Art mancher "Heimatmuseen" wollte man sich nicht zufrieden geben. Nach verschiedenen Beratungsgesprächen wurde schließlich entschieden, die früheren Lebensverhältnisse sowie wesentliche ökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen in den Berglen anhand ausgewählter Objekte didaktisch aufbereitet darzustellen. Als Themenkreise wurden gewählt und bearbeitet:

  • Bäuerliches Haushalten und Wirtschaften im gestelzten Einhaus
  • Die Entwicklung landwirtschaftlicher Sonderkulturen in Anpassung an die wechselnde Verkehrs- und Marktsituation
  • Kleinbäuerlicher Nebenerwerb mit "Hungerberufen" Häfnerei, Weberei, Schuhmacherei
  • Wald und Forstwirtschaft
  • Entwicklung der Wasserversorgung
  • Entwicklung des Feuerlöschwesens
  • Kirche und Zwergschulen im Streusiedlungsgebiet

Mit der Ausführung wurde der erfahrene Museumsgestalter Dieter Peters (Peters Design) beauftragt; Werner Hofmann stand ihm als Ortsgeschichtskundiger beratend zur Seite. Währenddem wurde der Bestand noch durch eine Privatsammlung von Karl Riker wesentlich bereichert, welche insbesondere die Geschichte der Hößlinswarter Häfnerei dokumentiert.

Träger & Museumsbetreuung

Träger des Museums: Gemeinde Berglen
Betreuung des Museums: Heimat- und Museumsverein Berglen e.V.